
Gefrorene Flüssigkeit: Wenn Wasser zu einer tragbaren Skulptur wird
Mit „Frozen Liquid“ setzt Mykola Polonskyi die fließende, transparente und wandelbare Natur des Wassers in ein skulpturales Abendkleid um.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Idee, einen flüchtigen Moment einzufangen. Tropfen, Wellen, Lichtreflexe und organische Formen bilden die visuelle Grundlage für ein Design, das den Eindruck vermittelt, als sei die Bewegung in der Zeit eingefroren worden.
Die Silhouette lebt vom Kontrast zwischen Stabilität und Leichtigkeit. Ein strukturiertes Korsett betont die Körperform, während sanfte Kurven und voluminöse Elemente an die ständige Bewegung des Wassers erinnern. So entsteht der Eindruck einer fließenden Form, die sich in eine tragbare Skulptur verwandelt.
Auch die Wahl der Materialien spiegelt dieses Spannungsverhältnis wider. Satin sorgt für eine glatte, reflektierende Oberfläche, während Organza dem Look Transparenz und Bewegung verleiht. Metallrahmen, Rigilene-Stäbchen und stabilisierende Einlagen sorgen für die nötige Struktur, um die skulpturalen Formen zu stützen.
Digitale Technologien bereichern das Design durch 3D-gedruckte Elemente wie transparente Wassertropfen und florale Formen. Diese Elemente greifen die fließende Ästhetik auf und schlagen eine Brücke zwischen natürlicher Inspiration und moderner Fertigungstechnik.
Gleichzeitig bleibt die traditionelle Handwerkskunst ein zentraler Bestandteil des Projekts. Drapierung, Schnittmustererstellung, Korsettbau und Handarbeit bilden die Grundlage für die endgültige Form und schaffen ein Wechselspiel zwischen präziser Konstruktion und organischem Ausdruck.
Auf diese Weise macht „Frozen Liquid“ Wasser zu einem Symbol für Wandel und Anpassung und vereint Natur, Handwerkskunst und Technologie in einer Silhouette, die die Grenze zwischen Abendgarderobe und tragbarer Skulptur überschreitet.













