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Thomas Rath: Mode soll weiterhin Spaß machen!

Der zweite Tag des FashionTEX-Festivals stand ganz im Zeichen von Praxis, Forschung und Vision. Panels zu den Möglichkeiten der digitalen Modeproduktion mit Hilfe von künstlicher Intelligenz dominierten die Debatte.

Als selbsternanntes "Fossil", das das Handwerk des Modedesigns von der Pike auf gelernt hat, erregte Stardesigner Thomas Rath heute viel Aufmerksamkeit. Das Credo des berühmten Modelrichters: "Die Mode ist schneller geworden, die Kunden wollen neue Trends sofort und nicht mehr auf die nächste Saison warten. KI kann hier eine große Unterstützung sein, vor allem für das Marketing. In naher Zukunft werden wir zum Beispiel keine Models mehr brauchen - diese teuren Produktpräsentationen können bald komplett durch Avatare ersetzt werden."

Die Aufgabe für die Modeindustrie besteht nun darin, praktisch jeden Monat etwas Neues zu liefern. Deutschland als Produktionsstandort der internationalen Industrie hat zwar ausgedient, aber zum einen ist die Kaufkraft hier besonders hoch, zum anderen auch die Innovationskraft der Macher.

Gleichzeitig betonten die sächsischen Modedesignerinnen Sara Linke und Dorothea Michalk, wie wichtig Individualität für Kunden ist, die sich von der Massenproduktion nicht angesprochen fühlen und eher an Exklusivität interessiert sind. Wir sind sehr nah an unseren Kunden und wissen, was sie wollen und was sie nicht wollen", sagte Sara Linke. Alle drei waren sich einig, dass Mode immer noch Spaß machen und gleichzeitig den Ausdruck der persönlichen Individualität ermöglichen soll.

Fotos: Michael Schmidt

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