Die 24-jährige Gloria Cerrito von der Koefia-Akademie in Rom verschmilzt in ihrem Abschlussprojekt REM die Welt der Haute Couture mit der flüchtigen, rätselhaften Ästhetik des Traums. Ihre Entwürfe entstehen im Zwischenraum zwischen Realität und Traum, inspiriert von den geheimnisvollen Figuren, die in unseren Albträumen auftauchen - vertraut und doch beunruhigend fremd.

"Ich wollte die Wesen darstellen, die in unseren Träumen auftauchen, die menschlich zu sein scheinen, aber ihre wahre, monströse Natur durch ein kleines, unheimliches Detail offenbaren", sagt Gloria Cerrito.

Das Kleid ist eine Hommage an die REM-Schlafphase, in der das Gehirn aktiv träumt und die Grenze zwischen Realität und Illusion zu verschwimmen beginnt. Gloria Cerrito überträgt dieses psychologische Phänomen auf die Mode und kreiert eine spannungsgeladene Silhouette, in der sich Eleganz und Unbehagen vermischen.

Das physische Kleid besteht aus feinen Couture-Stoffen, die mit 3D-gedruckten Schuppen überzogen sind. Diese Elemente, die zunächst digital in CLO3D entworfen und dann präzise gefertigt wurden, verleihen dem Look eine organische und zugleich surreale Struktur. Die Schuppen klettern über die Ärmel wie wachsende Fragmente eines Traums, während unter der Oberfläche luxuriöse Wolle schimmert.

Die digital erzeugten Details ermöglichen eine präzise Inszenierung von Kontrasten, während die von Hand ausgeführten Couture-Techniken dem Design eine sinnliche Tiefe verleihen. In REM verschmelzen Simulation und Realität, Traum und Stoff. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus traditioneller Schneiderei und digitalem Design, die das ungreifbare Reich der Träume in ein greifbares Kleidungsstück verwandelt.