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„Cosmic Static“: Wenn digitales Rauschen auf kosmische Ursprünge trifft

Mit „Cosmic Static“ schlägt Petra Zelić eine Brücke zwischen digitaler Bildsprache und der Frage nach dem Ursprung des Menschen. Im Mittelpunkt des Werks steht das Fernsehrauschen – ein Symbol, das Technologie, Erinnerung und den Kosmos miteinander verbindet.

Ausgangspunkt des Projekts ist ein bekanntes Bild aus der digitalen Welt: das flackernde Rauschen eines Fernsehbildschirms. Zelić löst dieses Motiv aus seinem technischen Kontext und verbindet es stattdessen mit der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung – jenem schwachen Echo aus den frühen Phasen des Universums nach dem Urknall.

Auf diese Weise wird eine scheinbar rein technologische Form der Einmischung zu einem Verweis auf etwas weitaus Urtümlicheres. Das Projekt untersucht den Kontrast zwischen unserem zunehmend digitalen Alltag und der ursprünglichen Verbundenheit der Menschheit mit der Natur, dem Universum und einander.

Diese Spannung spiegelt sich direkt in den Kleidungsstücken wider. Eine Jacke greift die optische Textur von Fernsehrauschen auf und bringt so technologische Störungen auf den Körper. Im Kontrast dazu lassen sich die farbenfrohen Hosen von kosmischen Formationen, Energiestößen und den visuellen Strukturen des Universums inspirieren.

Gemeinsam schaffen sie einen Dialog zwischen künstlichen und natürlichen Bildwelten, zwischen Technologie und Menschlichkeit. Im Mittelpunkt steht dabei das Konzept der Verbundenheit. Das Projekt stellt die Frage, ob digitale Umgebungen uns einander näherbringen oder gleichzeitig Distanz schaffen – sowohl zu uns selbst als auch zu unmittelbaren, greifbaren Erfahrungen.

Damit erhält das Rauschen eine neue Bedeutung. Es steht nicht mehr nur für Störungen oder einen Mangel an Informationen, sondern wird zu einem symbolischen Portal – und zu einer Erinnerung daran, dass die digitale Kultur nur eine vergleichsweise junge Schicht unserer Existenz ist.
„Cosmic Static“ verbindet Mode, Technologie und kosmische Bildsprache und erinnert uns daran, dass unter unserer digitalen Gegenwart ein gemeinsamer Ursprung liegt, der weit über sie hinausreicht.

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