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Zwischen Neugierde und Innovation - Wie Oliwia Ruczyńska den Makerspace als kreative Bühne entdeckt

Manchmal sind es die Momente des Staunens, die uns am meisten prägen - das erste Mal, dass eine Idee plötzlich Gestalt annimmt, wenn Technologie zu Kunst wird oder wenn Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, um etwas zu schaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile.

Für Oliwia Ruczyńska, eine 22-jährige Masterstudentin im zweiten Semester an der Technischen Universität Łódź, war der Makerspace genau so ein Ort: ein Labor der Möglichkeiten, in dem Visionen aus Stoff, Licht und Code geboren werden. Zwischen 3D-Druckern, digitalen Avataren und dem Geruch von frisch geschnittenen Lasermaterialien entdeckte sie nicht nur neue Werkzeuge, sondern auch neue Wege, sich selbst als Designerin zu verstehen - präziser, kühner und offener für das Unerwartete.

Oliwia, welche neuen Fähigkeiten oder Erkenntnisse haben Sie im Makerspace gewonnen - vielleicht über die rein technischen Aspekte hinaus?

Oliwia Ruczyńska: Ich habe unglaublich viel über digitale Werkzeuge gelernt, insbesondere über CLO3D. Ich habe ein tieferes Verständnis dafür gewonnen, wie ich meine virtuellen Entwürfe realistischer und anspruchsvoller gestalten kann. Ich habe auch gelernt, wie man effizient animiert und Dateien für das Rendering vorbereitet. Diese digitalen Workshops haben mich wirklich dazu inspiriert, mich intensiver mit digitaler Mode zu beschäftigen.

Gab es einen bestimmten Moment, in dem Sie dachten: "Das ist ein Aha-Erlebnis" oder "Das ist ein wirklich innovativer Ansatz"?

Oliwia Ruczyńska: Auf jeden Fall! Am beeindruckendsten war für mich der 3D-Druck auf Textilien. Ich war überrascht, wie einfach er umzusetzen ist - und wie viele kreative Möglichkeiten er bietet. Man kann 3D-Designs direkt auf Textilien drucken, wodurch sich nicht nur das Aussehen, sondern auch die physikalischen Eigenschaften des Materials, wie z. B. seine Steifigkeit, verändern. Das war ein echter Aha-Moment für mich.

Frage: Haben Sie durch den Makerspace neue Kontakte zu anderen Studenten oder Universitäten geknüpft?

Oliwia Ruczyńska: Ja, und das war einer der besten Aspekte dieser Erfahrung! Ich habe viele unglaublich kreative Menschen getroffen. Es war inspirierend, mehr über ihre Kulturen, ihre Ideen und ihre Design-Erfahrungen zu erfahren. Jedes Projekt war so einzigartig, so persönlich. Ich hoffe wirklich, dass wir in Kontakt bleiben - vielleicht werden wir eines Tages an einem neuen Projekt zusammenarbeiten.

Was war für Sie die größte persönliche Herausforderung während Ihrer Arbeit im Makerspace - und wie haben Sie sie gemeistert?

Oliwia Ruczyńska: Die größte Herausforderung war definitiv das Rendern meiner Animation. Es erforderte so viel Geduld und Feinabstimmung - und ich musste eine Menge lernen, was ich vorher nicht wusste. Zum Glück hatten wir großartige Unterstützung: Die Person, die uns geholfen hat, war unglaublich sachkundig und hat jeden Schritt klar erklärt.

Welches konkrete Ergebnis oder welche Erkenntnis haben Sie aus der Arbeit an Ihrem Avatar oder Outfit mitgenommen?

Oliwia Ruczyńska: Ich habe erkannt, dass Mode vor allem eines erfordert: Geduld und Hingabe. Wenn man etwas Außergewöhnliches schaffen will, muss man Zeit, Energie und Leidenschaft investieren.

Gab es einen Moment, der Sie besonders überrascht oder inspiriert hat?

Oliwia Ruczyńska: Der Tag, an dem alle ihre Designideen präsentierten, war für mich besonders inspirierend. Es war so bereichernd zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen denken und wie sie die Welt durch Mode interpretieren. Jeder präsentierte seine eigene Geschichte - und zusammen ergab das ein unglaublich vielfältiges, kreatives Gesamtbild.

Mit welchen technischen Hilfsmitteln haben Sie am meisten gearbeitet - und was haben Sie daraus gelernt?

Oliwia Ruczyńska: Ich habe viel in Blender gearbeitet, um meine Schuhe und eine Krone zu modellieren, die ich später in meiner CLO-Datei verwendet habe. Mit denselben Dateien konnte ich sie auch in 3D drucken. Für mein Korsett habe ich kleine Spiegel mit einem Lasercutter ausgeschnitten und dann von Hand aufgenäht. Diese Mischung aus digitalen Prozessen und Handarbeit war für mich unglaublich spannend - sie verbindet die Zukunft mit der Tradition.

Auf welches Ergebnis Ihrer Arbeit im Makerspace sind Sie am meisten stolz?

Oliwia Ruczyńska: Am stolzesten bin ich auf meine CLO-Renderings - das war Neuland für mich. Aber auch auf die 3D-gedruckte Krone und das Korsett, an denen ich gearbeitet habe. Ich konnte es im Makerspace nicht ganz fertigstellen, aber das Ergebnis zeigt, wie weit ich in so kurzer Zeit gekommen bin.

Wie wollen Sie persönlich nach dem Makerspace weitermachen?

Oliwia Ruczyńska: Ich möchte noch viel mehr über CLO3D lernen - es hat mir völlig neue kreative Möglichkeiten eröffnet. Ich plane sogar, dieses Programm für meine Diplomarbeit zu verwenden.

Gibt es Ideen oder Projekte, die Sie gerne weiterentwickeln würden - sei es für die Holo-Show oder andere Bereiche?

Oliwia Ruczyńska: Ja, ich arbeite immer noch an den Schuhen, die ich für dieses Projekt entworfen habe. Es ist nicht einfach, vor allem weil ich keine Erfahrung im Schuhdesign habe - aber genau das macht es so spannend. Ich möchte herausfinden, wie weit ich dieses Konzept bringen kann.

Was war Ihr größter persönlicher Gewinn aus Ihrer Zeit im Makerspace?

Oliwia Ruczyńska: Diese Zeit war ein großes Geschenk für mich. Ich habe fantastische Menschen getroffen - Studenten, Professoren, Experten aus so vielen verschiedenen Bereichen. Es war eine großartige Gelegenheit, von ihnen zu lernen und zu sehen, wie leidenschaftlich sie an ihrer Arbeit interessiert sind. Der Makerspace hat mir gezeigt, dass Innovation immer dort beginnt, wo Menschen ihr Wissen teilen.

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