
"Geduld war das Wichtigste" - Mariana Mira über digitale Entdeckungen und neue Perspektiven im Makerspace
Die zwanzigjährige Mariana Mira befindet sich im dritten Jahr ihres Bachelor-Studiums an der Fakultät für Architektur der Universität Lissabon. Im Rahmen des europäischen FashionTEX-Projekts arbeitete sie im Makerspace mit digitalen Werkzeugen wie 3D-Druck, Strickmaschinen und virtuellen Designprogrammen. In diesem Interview spricht sie darüber, wie sie ihre anfängliche Skepsis gegenüber der Technologie überwunden hat, welche Herausforderungen sie gemeistert hat und warum Geduld für sie zur wichtigsten Designtugend wurde.
Mariana Mira, welche neuen Fähigkeiten oder Erkenntnisse haben Sie im Makerspace gewonnen, vielleicht sogar über die rein technischen Aspekte hinaus?
Mariana Mira: Ich habe viele Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Werkzeugen gelernt, die ich vorher nie ausprobiert hatte. Vor dem Makerspace hätte ich gesagt, dass ich kein "Computermensch" bin, aber danach wurde ich ein bisschen mehr zu einem solchen. Digitale Werkzeuge gehören immer noch nicht zu meinen Favoriten, aber sie sind definitiv eine Option, die ich jetzt häufiger nutze.
Gab es einen Moment, der für Sie ein echtes "Aha-Erlebnis" war?
Mariana Mira: Ja, eigentlich war meine gesamte Arbeit mit digitalen Dateien ein einziger großer Aha-Moment. Ich hatte vorher kaum mit den Werkzeugen gearbeitet, die wir im Makerspace verwendet haben, und ich habe wirklich jeden Tag etwas Neues gelernt.
Haben Sie im Makerspace neue Kontakte zu anderen Studenten oder Universitäten geknüpft?
Mariana Mira: Ja! Ich habe unglaubliche, freundliche und talentierte Menschen kennengelernt. Die Verbindungen, die ich dort geknüpft habe, waren hauptsächlich mit anderen Studenten; sie haben mir sehr geholfen, wenn ich bei etwas nicht weiterkam.
Was war die größte persönliche Herausforderung für Sie - und wie haben Sie sie gemeistert?
Mariana Mira: Die größte Herausforderung war die Kommunikation. Es war das erste Mal, dass ich meine Ideen in einer anderen Sprache als meiner eigenen erklären musste. Das hat manchmal zu Missverständnissen geführt. Ich habe gelernt, alles so klar wie möglich zu formulieren und viele Fragen zu stellen, um sicherzustellen, dass ich alles richtig verstanden habe.
Welches konkrete Ergebnis oder welche Erkenntnis nehmen Sie aus der Arbeit an Ihrem Avatar oder Outfit mit?
Mariana Mira: Auf jeden Fall meine Arbeit mit dem 3D-Druck. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, und ich möchte diese Technologie in zukünftigen Projekten unbedingt wieder einsetzen.
Gab es einen bestimmten Moment, der Sie inspiriert hat?
Mariana Mira: Die Momente, die mich am meisten inspiriert haben, waren, als wir Studenten zusammensaßen und über unsere Projekte und Techniken sprachen. Dieser Erfahrungsaustausch hat uns alle weitergebracht; das war echte Teamarbeit und kreativer Austausch.
Mit welchen technischen Hilfsmitteln haben Sie am meisten gearbeitet, und was haben Sie dabei gelernt?
Mariana Mira: Ich habe mit dem 3D-Drucker, der Kniterate-Strickmaschine, CLO 3D, Substance und Photoshop gearbeitet. Mit den meisten dieser Tools war ich vorher nicht vertraut, daher war es anfangs eine echte Herausforderung. Aber am Ende fühlte ich mich fast wie ein Profi im Stricken und in CLO 3D - nun ja, noch nicht ganz perfekt, aber auf dem richtigen Weg! Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist Geduld. Dinge brauchen Zeit und oft mehrere Anläufe, bevor sie so werden, wie man sie sich vorstellt.
Auf welches Ergebnis eurer Arbeit im Makerspace seid ihr besonders stolz?
Mariana Mira: Meine 3D-gedruckte Kopfbedeckung. Es war das erste Objekt, das ich komplett digital selbst modelliert habe, was sich wie ein echter Meilenstein anfühlte.
Wie wollen Sie nach dem Makerspace weitermachen?
Mariana Mira: Es gibt noch einige Dinge an meinem Look, die ich vor der Ausstellung verbessern möchte. Aber im Großen und Ganzen möchte ich das, was ich über die Werkzeuge gelernt habe, auch in zukünftigen Projekten anwenden und neue Technologien noch stärker einbeziehen.
Gibt es Ideen oder Projekte, die Sie gerne weiterentwickeln würden?
Mariana Mira: Ja, absolut! Es gibt Themen im Zusammenhang mit der Technologie, die ich gerne weiter erforschen würde, insbesondere wie digitale und manuelle Prozesse kombiniert werden können.
Was war für Sie der größte persönliche Gewinn aus Ihrer Zeit im Makerspace?
Mariana Mira: Eindeutig die neuen Freundschaften und das neue Wissen. Beides hat mich verändert und mich motiviert, weiterzumachen.

















