
Parallele Identitäten: Wo Stille das Selbst offenbart
„Parallel Identities“ untersucht die innige Beziehung zwischen Identität, Stille und Verletzlichkeit anhand der symbolischen Kulisse einer Badewanne. Die Badewanne ist mehr als nur ein physischer Raum – sie wird zu einem geistigen Zufluchtsort, an dem sich Körper und Geist endlich der Last des Alltags hingeben können. Eingetaucht ins Wasser teilen zwei Menschen einen Moment jenseits aller Worte und lassen Stille zu einer Form der Verbundenheit werden, statt der Isolation.
Das Projekt untersucht das Spannungsfeld zwischen unserer öffentlichen Identität und dem Selbst, das wir nicht preisgeben können. Wasser dient dabei als vorübergehender Schutzraum, der den Körper umspült und einen Raum schafft, in dem verborgene Gefühle und Wahrheiten zum Vorschein kommen können. Doch wenn das Wasser abfließt und der Moment vorbei ist, kehrt die Realität zurück.
Im Mittelpunkt der visuellen Erzählung steht das Model, das einen Gipsabdruck trägt, der ihr „wahres Gesicht“ darstellt – eine Identität, die sie im Alltag nicht offen zeigen kann. Sie nimmt dieses verborgene Selbst mit sich, als sie das Bad verlässt, was darauf hindeutet, dass Authentizität zwar verborgen sein mag, aber niemals wirklich verschwindet.
„Wasser steht für Geborgenheit, Verwandlung und vorübergehende Freiheit. Es schafft einen Raum, in dem Menschen ihre alltäglichen Rollen hinter sich lassen und einfach nur sein können“, sagt Adelaide. „Gemeinsames Schweigen kann das ausdrücken, was Worte nicht vermögen. Zwei Menschen müssen nicht sprechen, um einander zu verstehen; schon das gemeinsame Aufhalten im selben Raum kann Intimität schaffen.“
Die Kollektion unterstreicht diese Ideen durch einen Ganzkörper-Bodysuit, ein verziertes Kleid mit Swarovski-Kristallen, Perlen und dreidimensionalen Wassertropfen sowie eine funktionelle, wasserdichte Jacke.













