
Metamorphose: Wenn die Natur zur zweiten Haut wird
Mit „Metamorphosis“ erforscht Flavia Guerra die Wiederannäherung zwischen dem menschlichen Körper und der Natur. Durch Schichtung, Textur und dreidimensionale Formen entsteht eine Silhouette, die sichtbar einen Wandlungsprozess durchläuft.
Das ganz in Weiß gehaltene Design schafft eine minimalistische, fast schwerelose Atmosphäre. Vielfältige Materialien und Volumen lassen einen Körper im Wandel erahnen. Blätter, Adern und verzweigte Pflanzenstrukturen dienen als zentrale visuelle Inspiration und verbinden die menschliche Figur mit organischen Formen.
Im Mittelpunkt des Looks steht ein Rock, der die Rückkehr zur Natur symbolisieren soll. In seiner ursprünglichen Form war der Organza-Stoff mit handgestickten, pflanzenähnlichen Linien verziert; im weiteren Verlauf der Designentwicklung wurden diese Stickereien durch dreidimensionale Zweige ersetzt.
Dadurch löst sich das Motiv von der Stoffoberfläche und wird zu einem skulpturalen Element der Silhouette. Die Zweige scheinen über das Kleidungsstück hinweg zu wachsen und wecken Assoziationen zu Wurzeln, Erneuerung und neuen Verbindungen.
Der Rock wird durch eine Jeanshose, eine dazu passende Weste und ein Strickhemd ergänzt. Durch die Kombination von strukturierten und weicheren Materialien entsteht ein Wechselspiel kontrastierender Texturen. Die Strickelemente sind maschinell gefertigt, während die ursprüngliche Stickerei von Hand angefertigt wurde.
„Metamorphosis“ betrachtet den Körper als Raum der Verwandlung: Die Natur wird nicht bloß dargestellt, sondern scheint sich Schritt für Schritt wieder mit der menschlichen Gestalt zu verbinden.













