Der "Vigilante"-Look von Roshanak Mobram, Designstudentin im letzten Jahr an der Amsterdamer Modeakademie, erforscht das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Widerstand - inspiriert von den Erfahrungen der Frauen in ihrer Familie.
"Ich wollte den anhaltenden Kampf im Iran wieder in den Fokus rücken, der seit den Protesten 'Frau, Leben, Freiheit' in den Nachrichten kaum noch Beachtung findet."
Ob es sich um das Gebot, ein Kopftuch zu tragen, oder um das Verbot handelt, ein solches zu tragen, dieses Projekt wirft die Frage auf: Muss unser Äußeres immer politisiert werden?
Ein wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk ist ein Muster, das von Holzarbeiten abgeleitet ist. "Inspiriert wurde ich durch einen Aufsatz über die Mashrabiya, den 'architektonischen Schleier' - ein Element in Gebäuden des Nahen Ostens, das Männer und Frauen trennt.
Auch ihr Großvater, der Metallhandwerker war, hat sie beeinflusst.
Die Mashrabiya taucht in Form von Lasergravuren, Stickereien und 3D-Druck, aber auch als digitale Texturen auf - die größte Herausforderung bestand darin, all diese Elemente in kurzer Zeit zu kombinieren. Grundlegend für ihren Designprozess ist der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Handwerkskunst und digitaler Innovation.
"Ich habe versucht, den Prozess des Drapierens - meine wichtigste Designmethode im wirklichen Leben - mit Hilfe von virtuellen Nadeln und Stiften digital nachzubilden. Sie war neugierig, wie sich diese Technik in Clo3D umsetzen lässt.
"Wenn man digitale und physische Mode kombiniert, vervielfachen sich sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen. Man muss die physikalischen Gesetze in beiden Welten berücksichtigen - und kann gleichzeitig mit ihnen spielen.
In Zukunft möchte sie sich weiterhin auf die Integration verschiedener Technologien konzentrieren, um das kulturelle Erbe zu bewahren, zu verändern und kritisch zu hinterfragen.





